Schulungspflicht für Anwender von PU-Materialien

von Daniel Bruch am 18.09.2023

Ab dem 24.08.2023 gelten neue Vorschriften für den Umgang mit Produkten, die Isocyanate enthalten. Isocyanate sind wesentliche Ausgangsstoffe für die Herstellung von Polyurethanen (PU). Beschäftigte in allen Branchen und demnach nicht nur im Baugewerbe, müssen eine spezielle Unterweisung absolviert haben, bevor sie weiterhin mit diesen Produkten arbeiten dürfen.

Die neue Regelung betrifft Produkte, die in vielen Betrieben routinemäßig eingesetzt werden. Mit der Schulung sollen die Beschäftigten gezielt auf die sichere Handhabung vorbereitet werden.

Isocyanate sind äußerst gesundheitsschädliche Substanzen. Deshalb besteht die neue Schulungspflicht.

Bei ungeschütztem Kontakt können diese Chemikalien Haut- und Schleimhautschäden verursachen.

Darüber hinaus besitzen sie allergenes Potenzial und können Allergien sowie Hautausschläge, Juckreiz und Asthma auslösen.

In einigen Fällen werden Isocyanate sogar als giftig und potenziell krebserregend eingestuft.

Kein Verbot, sondern Aufklärung durch Schulung

Die EU hat nicht gänzlich verboten, dass Isocyanate benutzt werden dürfen. Aber die Regeln dafür sind nun deutlich strenger. Anwender, die mit PU-Schäumen, PU-Klebstoffen, PU-Lacke oder PU-Beschichtungen arbeiten, müssen vorher eine Schulung machen.

Schulungsanforderungen:

Schulungsstufen:

Abhängigkeit von der Tätigkeit:

Schulungsnachweis:

Online-Schulung: Alle Informationen

Der ISOPA (europäische Handelsverband für Hersteller von aromatischen Diisocyanaten und Polyolen) hat ein Online-Schulungsangebot veröffentlicht. Hier können Anwender die Schulung bequem online durchführen.

Auf dieser Webseite finden Sie alle Informationen.